Gewinne:
- Kann hinterfragen, in welcher Einheit und mit welcher Annahme die Kapazität angegeben wird.
- Kann den Unterschied zwischen Nennkapazität und tatsächlicher Produktion erklären
- Erkennt Kapazitätsfallen im Angebotsvergleich
Allein der Satz „300-Tonnen-Mühle“ ist unvollständig. In einem Tag oder einer Stunde? Angenommen, wie viele Arbeitsstunden? Welche Mehlsorte? Mit welchem Wirkungsgrad? Kapazitätsvergleiche ohne diese Fragen sind irreführend.
Tonnen/Tag und Arbeitsstunden
In der Industrie wird die Kapazität üblicherweise in Tonnen/24 Stunden angegeben. 300 Tonnen/24 Stunden bedeuten 12,5 Tonnen pro Stunde. Aber keine Anlage ist 24 Stunden am Tag und das ganze Jahr über in Betrieb: Reinigung, Wartung, Walzenrasieren und Produktwechsel verursachen Ausfallzeiten.
Dieser Unterschied sollte in dem dem Investor vorgelegten Machbarkeitsbericht deutlich dargelegt werden. Wird bei der Berechnung der Jahresproduktion nicht die Verfügbarkeitsquote (z. B. 90 %) berücksichtigt, entsteht eine nicht realisierbare Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Mehlsorte ändert die Kapazität
Die gleiche Anlage arbeitet bei der Herstellung von Spezialmehl mit niedrigem Aschegehalt mit geringerer Tonnage; denn eine weitere Reinigung und sorgfältigere Siebung sind erforderlich. Die Angabe „300 Tonnen“ soll darauf hinweisen, für welches Produkt sie angegeben ist.
Wo ist der Engpass?
Die Kapazität einer Anlage entspricht der ihrer langsamsten Verbindung. Obwohl die Walzenoberfläche für 400 Tonnen geeignet ist, beträgt die Kapazität der Anlage 300 Tonnen, wenn die Plansichteroberfläche für 300 Tonnen geeignet ist. Bei der Prüfung des Angebots sind die Gesamtwalzenlänge und die Gesamtsiebfläche gemeinsam zu bewerten.
Wenn Sie Angebote vergleichen, bitten Sie die KI, die Rollenlänge, die Siebfläche, die Anzahl der Reiniger und die angegebene Kapazität der beiden Angebote tabellarisch anzugeben. In diesem Diagramm wird häufig eine Inkompatibilität sichtbar.